Europferd Übergabe

Radstadt, im April 2014

Jedes Ende ist ein Anfang

Liebe Pferdezüchterinnen und Pferdezüchter, geschätzte Partnerinnen und Partner der „Europferd“,
Pferde haben mich mein Leben lang fasziniert und begleitet. Im Rahmen meiner Laufbahn durfte diese Leidenschaft schließlich auch zu meiner Berufung werden. Als Pferdefotograf und Gründer der „Europferd“ hatte ich die Chance, die österreichische Pferdeszene, allem voran die Norikerzucht, in den vergangenen 10 Jahren zu begleiten und zu dokumentieren. ¬– Eine spannende Aufgabe, die mir viel Erfahrung und Freude gebracht hat und dennoch für mich nun zu Ende gehen darf.
Ich erlaube mir Veränderung und übergebe mein „Werk“ an die nächste Generation. Ich übergebe die „Europferd“ an Eva Kaswurm, eine junge, ambitionierte Frau – die mit ihrer Erfahrung, ihrem Gespür für Pferde und ihren Ideen die ideale Nachfolgerin für diese Plattform ist.
Im Zuge einer sukzessiven Übergabe werde ich Eva natürlich noch einige Zeit unterstützend zur Seite stehen. Dann wird sie die „Europferd“ in ihrem Sinne und Stil weiterführen. Und das ist gut so. Denn jedes Ende ist gleichzeitig auch ein Neuanfang.
Es freut mich, dass es weitergeht und die „Europferd“ in guten Händen ist. Ich verneige mich vor den Pferden und der Pferdezucht und ich bedanke mich bei allen Menschen, die mich in den vergangenen Jahren begleitet, herausgefordert und unterstützt haben.

Danke und alles Gute
Peter Schwaiger

„Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist ein Erfolg." (Henry Ford)

Mit der Möglichkeit, die „Europferd“ von Peter Schwaiger zu übernehmen, erfüllt sich für mich ein großer Wunsch: Zucht- und Ausbildungsbetriebe sowie Hengststationen und Hengste einem breiten Publikum zu präsentieren und den Züchtern und allen Pferdeinteressierten auch weiterhin eine hochqualitative Informations- und Verkaufsplattform zu bieten.
Für alle, die mich (noch) nicht kennen, ein paar autobiografische Stichpunkte, die meinen Werdegang und mein Tun beschreiben. Meine Familie betreibt seit Generationen erfolgreich eine Norikerzucht wodurch ich seit Kindesbeinen an mit Pferden vertraut bin.
Nach der Matura absolvierte ich an der Universität für Bodenkultur mein Studium der Landwirtschaft mit Schwerpunkt Tierische Produktion.
Durch die Zusammenarbeit mit meiner Schwester Sarah (Pferdewirtin und Bereiterin) habe ich Erfahrungen im Bereich der Pferdeausbildung sowie Vorbereitung und Präsentation für Zuchtschauen gesammelt. Im Weiteren hatte ich die Möglichkeit an Pferdemessen im In- und Ausland teilzunehmen.
Pferdefotografie ist seit jeher meine große Leidenschaft, welche nun untermauert wird durch Fortbildungen und die Zusammenarbeit mit Peter Schwaiger.
Meine Ziele für die „Europferd“ sind, in direktem Kontakt und Zusammenarbeit mit den Züchtern neue Wege in der Vermarktung zu beschreiten und weiterhin eine Präsentationsmöglichkeit für Zucht- und Ausbildungsbetriebe sowie Hengststationen und Hengste zu bieten, um diese über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt zu machen.
Ich freue mich auf eine konstruktive und zukunftsorientierte Zusammenarbeit und
bin offen für neue Vorschläge und Herausforderungen.

Eure/Ihre Eva Kaswurm
Zeit zum (Über)Leben

Sehr geehrte Züchterinnen, Züchter und Freunde des Pferdes,

die Welt dreht sich immer schneller. Schnelllebigkeit regiert unser Leben und unser Tun. Wir stoßen an Grenzen in unserem Finanz-, Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Wir stoßen an Grenzen althergebrachter Denk- und Handlungsstrukturen. Der Mensch sehnt sich daher immer mehr nach Entschleunigung, einer langsameren und gerechteren Welt. Nach mehr Nachhaltigkeit, Transparenz und Demokratie.

Vom Streben nach dem schnellen Erfolg, ohne möglichst viel Aufwand, ist leider auch die Pferde-/Norikerzucht zum Großteil geprägt (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel). Durch die oft planlose Vermehrungspolitik der vergangenen Jahre wurde ein enormes Überangebot produziert und die derzeitigen Preise auf den klassischen Märkten sind der ernüchternde Ausdruck dieser Entwicklung.

Es ist nun aber einmal so, dass die Dinge den Wert haben, den wir ihnen geben. Und wer an sein Produkt glaubt, wer es hegt und pflegt, wird auch den entsprechenden Lohn dafür erhalten.

Was wäre, wenn Stuten nicht jedes, sondern nur jedes zweite Jahr gedeckt werden würden? Was wäre, wenn mehr Zeit und Muße in die Ausbildung der Tiere investiert werden würde? Was wäre, wenn Hengste bis zu drei Jahren ausgebildet und erst nach bestandener Leistungsprüfung in den Deckeinsatz kommen würden? Was wäre, wenn nicht gekörte Hengste gelegt und als heißbegehrte Wallache am Freizeitmarkt angeboten werden würden? Ich gebe zu – alles Szenarien – die mit viel Arbeit und Aufwand verbunden sind. Aber vielleicht Szenarien, die wieder mehr Nachhaltigkeit und Freude in die Pferdezucht bringen könnten.

Den (Noriker-)Züchtern darf (wieder) bewusst werden, welche Schätze sie im Stall stehen haben und welche Chancen damit verbunden sind!
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